66. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra

30. JUNI – 9. JULI 2017

Die Preisträger auf einen Blick

Die folgende Übersicht der Preisträger des Internationalen Orgel-Wettbewerbs der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra erhebt, gerade für die ersten Jahre, keinen Anspruch auf Vollständigkeit. In den Jahren 1990, 2005 und 2006 fand kein Wettbewerb statt.

Der Sonderpreis wurde zwischen 1992 und 2004 für die beste Interpretation eines von der ION mit Unterstützung des Siemens Arts Programs in Auftrag gegebenen Orgelwerks vergeben.

In der Spalte Art steht 1 für einen Interpretations- und 2 für einen Improvisationswettbewerb.

Übersicht der Preisträger »

Jahr
Art
1. Preis
2. Preis
3. Preis
Sonderpreis
Publikumspreis
2016 1 Kensuke Ohira (Japan) Lisa Hummel (Deutschland) Michal Kocot (Polen)   Lisa Hummel (Deutschland)

Details zu 2016 »

Preisverleihung ION 2016 123Der Internationale Orgel-Interpretationswettbewerb der 65. Internationalen Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra um den »Johann-Pachelbel-Preis« fand am 11. Juni 2016 seinen Abschluss in der Meistersingerhalle. Bereits die Vorrunde in St. Gumbertus (Ansbach) und St. Sebald sowie die Zwischenrunde in St. Elisabeth und der Frauenkirche fand diesjährig erstmals publikumswirksam mit öffentlich auftretenden Kandidaten statt.

Die siebenköpfige Jury unter der Leitung von Christophe Mantoux kürte den Japaner Kensuke Ohira mit dem ersten Preis. Neben dem Preisgeld von 8.000€ erwarten ihn eine Rundfunkproduktion des BR-Studio Franken, deren Mitschnitt das Label "Spektral Records" auf CD veröffentlichen wird. Lisa Hummel aus Deutschland erhielt den 2. Preis, der mit 4.000€ dotiert ist, und wurde darüber hinaus vom Publikum zu ihrem Favoriten gewählt. Der 3. Preis mit 2.000€ ging an den Polen Michal Kocot.

Mit dem Sonderpreis für beste Leistung an historischen Instrumenten, dem Antalffy-Preis, gestiftet von Balázs Szabó, ION-Preisträger 2011, und Orgelbau AerisOrgona Kft, gewann der Pole Filip Presseisen eine Konzertreise nach Ungarn an historische und bedeutende Orgeln des Landes. Für das Förderprogramm Concerto21 der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. wurde der Deutsche Johannes Lamprecht ausgewählt.

Die drei Preisträger des „Johann-Pachelbel-Preises“ 2016 werden in über 35 Konzerte im In- und Ausland zu Konzerten eingeladen.

Die Jury des Internationalen Orgel-Interpretationswettbewerbs

Christophe Mantoux, Frankreich (Wettbewerbsleitung)
Christoph Bossert, Deutschland
László Fassang, Ungarn
Gregory Hand, USA
Rie Hiroe, Japan
Vita Kalnciema, Lettland
Samuel Kummer, Deutschland

 

2013 1 Mari Fukumoto (Japan) Jan Doležel (Tschechien) Andreas Jud (Schweiz) - -

Details zu 2013 »

Preisträger 2013Die Preisträger: Andreas Jud (Dritter Preis), Mari Fukumoto (Erster Preis) und Jan Doležel (Zweiter Preis). Foto: Hans von Draminski

Mit einem eindeutigen Ergebnis endete am späten Abend des 26. Juni 2013 der Internationale Orgel-Interpretations-wettbewerb der 62. Internationalen Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra um den »Johann-Pachelbel-Preis« der Tucher’schen Kulturstiftung.

Am überzeugendsten präsentierte sich die Japanerin Mari Fukumoto – die fünfköpfige Jury sprach ihr den Ersten Preis zu. Mit dem Zweiten Preis wurde Jan Doležel aus Tschechien ausgezeichnet, der Dritte Preis ging an den Schweizer Andreas Jud. In einem Preisträgerkonzert, das der Bayerische Rundfunk aufzeichnet, präsentieren sie sich am 27. Juni 2013 um 20.00 Uhr in St. Sebald zu Nürnberg mit Werken aus dem Wettbewerbsrepertoire unter anderem von Johann Pachelbel, Johann Sebastian Bach und Max Reger.

Für den Johann-Pachelbel-Preis des Internationalen Orgel-Interpretationswettbewerbs hat die Tucher‘sche Kulturstiftung Preisgelder von insgesamt 8.000 Euro ausgelobt. Davon erhalten die Erste Preisträgerin Mari Fukumoto 5.000 Euro, der Zweitplatzierte Jan Doležel 2.000 Euro und der Dritte Preisträger Andreas Jud 1.000 Euro. Die ION beabsichtigt, einen Rundfunkmitschnitt des Preisträgerkonzerts als CD zu veröffentlichen. Dem 1. Preisträger stellt der Bayerische Rundfunk – Studio Franken zudem eine Rundfunkproduktion in Aussicht. Darüber hinaus erhalten die Wettbewerbspreisträger Einladungen zu über 30 Konzerten an Orgeln in ganz Deutschland sowie der Schweiz.

Mari Fukumoto wurde 1987 in Tokio/ Japan geboren. Mit 12 Jahren erhielt sie ersten Orgelunterricht bei Hideyuki Itoh und Hiroko Asai, der Organistin der Igunachio-Kirche in Tokio. 2005 begann sie ihr Studium an der Tokyo Geijyutsu Daigaku, der Nationaluniversität für Kunst und Musik, wo sie bei Tsuguo Hirono und Yuichiro Shiina Orgel studierte und 2009 ihre Bachelor-Prüfung mit Auszeichnung ablegte. Ihr Master-Studium nahm sie zunächst an derselben Universität auf; im Oktober 2011 wechselte sie an die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, wo sie derzeit bei Wolfgang Zerer studiert. Meisterkurse besuchte Mari Fukumoto bei Michel Bouvard, Bine Brindorf, Arvid Gast, Olivier Latry, Ludger Lohmann, Rudolf Lutz, Pier Damiano Peretti, Michael Radulescu, Martin Sander und Harald Vogel. Beim 7. Internationalen Orgelwettbewerb von Musashino-Tokyo wurde sie im September 2012 mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Jan Doležel wurde 1984 geboren und studierte bei Adam Viktora in Pilsen und Jaroslav Tůma in Prag sowie bei Franz Danksagmüller und Hans-Jürgen Schnoor in Lübeck. Meisterkurse besuchte er unter anderem bei Hans-Ola Ericsson, Ton Koopman, Jon Laukvik, Michael Radulescu und Luigi Ferdinando Tagliavini. Seit 2005 gewann er Preise bei verschiedenen Wettbewerben im In- und Ausland und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. Eine rege Konzerttätigkeit führte ihn in den letzten Jahren an zahlreiche Orgeln in ganz Europa, bevorzugt auch an historische Instrumente. Seit 2012 ist Jan Doležel als Dozent für Orgel an der Hochschule für Musik in Würzburg tätig, wo er neben dem Fach Orgel auch Registrierpraxis, Literaturkunde, Methodik und Didaktik unterrichtet.

Der Schweizer Andreas Jud wurde 1986 geboren. Ab dem Alter von sieben Jahren erhielt er Violinunterricht, drei Jahre später neben Klavier- auch ersten Orgelunterricht. 2003 nahm er mit Vorbereitungskursen sein Studium an der Hochschule für Musik in Basel auf, wo er 2008 in den Orgelklassen von Jean-Claude Zehnder und Guy Bovet sein Bachelor-Examen ablegte. Neben einem Master-Abschluss in der Orgelklasse von Martin Sander (2012) erhielt er 2010 ein Master-Diplom in Musikpädagogik. Meisterkurse besuchte er unter anderem beim Guy Bovet, Thierry Eschaich, Bernhard Haas, Helga Schauerte, Zsigmond Szathmáry, Luigi Ferdinando Tagliavini und Sieze de Vries. Preise und Auszeichnungen erhielt Andreas Jud seit 2010 bei Wettbewerben in Basel, Kitzbühel und Montréal.

Die Jury des Internationalen Orgel-Interpretationswettbewerbs

Christoph Bossert, Deutschland (Wettbewerbsleitung)
Andrés Cea Galán, Spanien
Rie Hiroe, Japan
Stephan Hoffmann, Deutschland
Christophe Mantoux, Frankreich

2011 1 Sebastian Küchler-Blessing (Deutschland)
Balázs Szabó (Ungarn)
- - - -
2009 1 Joon-Ho Park (Südkorea) Yulia Yufereva (Russland) Dominik Bernhard (Deutschland) - -
2007 1 Matthias Maierhofer (Österreich) Saki Aoki (Japan)
Maria Mokhova (Russland)
 - - -
2004 1 Ji-Youn Han
(Korea)
Christian Iwan (Österreich) Ae-Ja Son (Korea) Christian Iwan Christian Iwan
2003 1 Andreas Jost
(Stäfa, Schweiz)
- Thomas Petersen (Freiburg)
Helene von Rechenberg (Wien)
Andreas Jost Helene von Rechenberg
2002 2 Jean-Charles Robin (Sonchamps, Frankreich) - - - Jean-Charles Robin
2001 1 - Gunther Rost (Würzburg) Wolfgang Abendroth (Düsseldorf)
Jooyong Choi (Seoul)
Gunther Rost Jooyong Choi
2000 1 Petr Rajnoha
(Prag)
Antal Varadi (Stuttgart) Patrick Fritz (Freiburg) Antal Varadi Petr Rajnoha
1999 2 Hayo Boerema (Niederlande) - - - Hayo Boerema
1998 1 - - Tobias Lindner Petr Rajnoha (Prag) Petr Rajnoha
1997 1 - Won Sun Park Martin Schmeding Jin Kim Jon Sun Park
1996 2 Peter Bannister (Großbritannien) - - - Frédérik Blanc (Bordeaux)
1995 1 - Franz Danksagmüller (Österreich) Waclaw Golonka (Polen) Franz Danksagmüller Susann Hartwich (Nürnberg)
1994 1 Christian Schmitt-Engelstadt (Deutschland) Torsten Laux Rie Hiroe
(Japan)
Christian Schmitt-Engelstadt Christian Schmitt-Engelstadt
1993 2 Wolfgang Hörlin (Regensburg) - - - Wolfgang Hörlin
1992 1 Rainer Oster (Saarbrücken) Andreas König (Hagen) Jörg-Hannes Hahn (Stuttgart) - Rainer Oster
1991 1 - Sigmund Bothmann (Detmold)
Andreas Gräsle
(Ditzingen)
Gerhard Veser (Stuttgart) - Sigmund Bothmann
1989 2 Klaas Stok
(Zelhem, Niederlande)
- - - Wolfgang Seifen (Kevelaar)
1988 1 Antonius Bittmann (Freiburg) Christoph Anselm Noll (Andernach) - - Antonius Bittmann
1987 1 Heidi Emmert (Detmold) Matthew Dirst (Paris) Heinrich Walther (Freiburg) - Heidi Emmert
1986 2 Thomas Schmögner (Wien) - - - Almuth Bretschneider (München)
1985 1 Naomi Matsui (Freiburg) Rainer Maria Rückschloß (Kirchheim) Jürgen Sonnentheil (Düsseldorf) - Rainer Maria Rückschloß
1984 1 Eberhard Lauer (Hamburg) Andreas Rothkopf (Dillingen) Stefan Palm (Bergisch Gladbach) - Eberhard Lauer
1983 2 Naji Hakim (Levallois-Perret, Frankreich) - - - Anna Buczek (Krakau, Polen)
1982 1 Wolfgang Kleber (Wiesbaden) Martin Strohhäcker (Weissach) - - Jaroslav Tuma (Prag, CSSR)
1981 1 - Hartmut Rohmeyer (Lübeck) Gerhard Gentschke - -
1980 2 Jaroslav Tuma (Caslav, CSSR) - - - -
1979 1 Christoph Bossert Margareta Hürholz Harald Feller - -
1978 2 Hans-Martin Corrinth (Karlsruhe) - - - -
1977 1 Jon Laukvik
(Oslo)
Ludger Lohmann Karol Golebiowski - -
1975 1 Martin Lücker (Oldendorf) - - - -
1974 2 Peter Planyavsky (Wien) - - - -
1968 1 Martha Schuster Michael Radulescu Guy Bovet - -