67. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra

08. – 17. JUNI 2018

Programm 2011


60. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra

20. – 29. Mai 2011

Herzlich willkommen zur 60. ION

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Ein Programm der Kontraste im Schatten des Kreuzes bietet die diesjährige 60. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra. Sie spannt einen Bogen von Kompositionen der Dürerzeit über romantische Chormusik von Mendelssohn Bartholdy, Bruckner, Brahms, Reger und Fauré bis zu Kammermusik der revolutionären russischen Komponistin Galina Ustwolskaja, deren Schaffen Reinhard Schulz nach ihrem Tod im Jahr 2007 als »Hohnlachen Gottes auf die aus den Fugen geratene Welt« bezeichnet hat.

Franz Liszts große Symphonie für Frauenchor und Orchester nach Dantes »Divinia Commedia« eröffnet das Festivalprogramm zum 200. Geburtstag des ungarischen Komponisten. Das Duo d’Accord spielt die f-Moll-Sonate von Johannes Brahms für zwei Klaviere, ein instrumentales Requiem für den Freund Robert Schumann, sowie den ekstatischen Totentanz »La Valse« von Maurice Ravel.

Die Mittagskonzerte werden überwiegend von den renommierten Juroren des diesjährigen Orgelwettbewerbs bestritten. Wer gerne Musik im Freien genießt, kann sich in einige Nürnberger Musikerstraßen begeben, die der Bayerische Rundfunk am ersten Samstagnachmittag mit Kompositionen ihrer Namensgeber zum Klingen bringen wird. Auch den Stummfilm »Dr. Jekyll and Mr. Hyde« kann man nach dem Konzert der Windsbacher vor der Sebalduskirche mit Orgelmusik erleben.

Da die »Blaue Nacht« in diesem Jahr in die Zeit der ION fällt, bietet St. Egidien ein meditatives Programm mit Klaviermusik von Bach, Mozart, Beethoven, Schostakowitsch, Gershwin und Messiaen sowie Madrigalkompositionen der italienischen Renaissance an. Die Programmauswahl orientiert sich an Stücken, die mit A-Dur zusammenhängen, zurückgehend auf Aussprüche zweier großer Künstler: »A-Dur ist blau!« (Olivier Messiaen) und »Blau ist die Farbe Gottes!« (Marc Chagall). Zum Programm in St. Lorenz trägt die ION Uraufführungen von Christoph Garbe und Martin Torp bei.

Hatten wir in den Jahren 2009 und 2010 bei der ION unter anderem auch Musik des Buddhismus, des Judentums und russisch-orthodoxe Musik, so bilden die Veranstaltungen in diesem Jahr an den beiden Sonntagen einen Schwerpunkt mit Musik des Islam durch 20 singende und tanzende Derwische des Sufi-Ordens sowie einer Arabischen Passion nach Johann Sebastian Bach zum Abschluss des Festivals. Hier konfrontiert das Ensemble Sarband Bachsche Musik mit der heutigen Situation in der Heimat von Jesus, setzt sich aber auch mit den Konflikten zwischen der arabischen und der abendländischen Kultur auseinander. Es ist ein »aufregendes Oratorium für das interreligiöse Zusammenleben, das überzeugt und fesselt«. Die ION-Veranstaltung wird vom Bayerischen Rundfunk live in die ganze Welt übertragen als musikalisches Zeichen der Versöhnung zwischen den Religionen. Wir Christen sollten nicht auf Gläubige anderer Weltreligionen herabschauen, wir müssen ihnen auf gleicher Augenhöhe begegnen. Das ist eine der wichtigsten Botschaften der 60. ION.

Wilfried Hiller

pdfProgrammheft 2011.pdf2.85 MB


04.-15. April 2011 & 02.-05. Mai 2011
St. Martin Rollner-/ Ecke Grolandstraße

7. Schulprojekt der ION

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Anita Kick-Grüber und Artur Muschaweck präsentieren die Orgel

Konzerte mit David Franke, Naumburg
am 05. Mai und 06. Mai

Mit freundlicher Unterstützung durch Dr. Schmitt & Kollegen

Beim ION-Schulprojekt können Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen die Orgel als ein klanglich und technisch faszinierendes Instrument kennenlernen –  Reinklettern und Spielen inklusive.

Die Finanzierung des für die Teilnehmer kostenlosen Schulprojekts stellt die Kanzlei Dr. Schmitt & Kollegen sicher. Im Jahr 2011 engagiert sich daneben die Sparkasse Nürnberg. Beiden gilt unser herzlicher Dank.

Die Anmeldefrist für dieses Jahr ist bereits abgelaufen, die ION- Geschäftsstelle notiert aber jederzeit gerne Ihr Interesse an einer Teilnahme im Jahr 2012.


Sonntag, 15. Mai 2011 | 21.03 Uhr
Bayerischer Rundfunk – BR-Klassik

Von Königinnen und Menschenchören

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60 Jahre Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra

Zum 60. Geburtstag der ION sendet der Bayerische Rundfunk ein einstündiges Feature von Georg Kasch, der einer Nürnberger Erfolgsgeschichte nachspürt: Wegbegleiter erzählen aus der Geschichte, die Macher von heute denken über die ION von morgen nach und musikalische Höhepunkte aus 60 Jahren ION lassen das Festival sinnlich erfahrbar werden.


Freitag, 20. Mai 2011 | 20.00 Uhr
St. Lorenz

Festliches Eröffnungskonzert

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Franz Liszt zum 200. Geburtstag

Franz Liszt
Evocation á la Chapelle Sixtine
Der 137. Psalm »An den Wassern zu Babylon
Eine Symphonie zu Dantes »Divina Commedia«

Sharon Carty, Mezzosopran
Frauenchor des Chorus Sine Nomine
Johannes Hiemetsberger, Einstudierung
Wiener Akademie
Martin Haselböck, Leitung

Um 19.00 Uhr in St. Lorenz:
Elgin Heuerding im Gespräch mit Martin Haselböck

Mit freundlicher Unterstützung durch das Patronat im Freundeskreis der Internationalen Orgelwoche Nürnberg e.V.

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk- Studio Franken

Der Bayerische Rundfunk sendet den Mitschnitt dieses Konzerts am 18. Juli 2011 um 20:03 Uhr in seinem Programm BR Klassik.

Vor 150 Jahren beendete Franz Liszt, beeindruckt von Dantes  »Divina Commedia« und den Fresken Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle, seine Dante-Symphonie für Frauenchor und Orchester mit den Teilen »Inferno« und »Purgatorio«. Einen geplanten Teil mit einem triumphal endenden »Paradiso« ließ er auf Anraten Richard Wagners weg. Als er an Wagner schrieb, er wolle ihm seine neueste Symphonie schicken, antwortete der: »Ich brauche von der Welt nur Geld!« Béla Bartók hat als einer der ersten Liszts Qualitäten erkannt: »Liszts Werke wirken befruchtender auf die folgenden Generationen als die Wagners.«


Samstag, 21. Mai 2011 | 16.05 - 18.00 Uhr
Bayrischer Rundfunk-BR-Klassik

Pachelbel, Wagner, Gluck... - (Musik)geschichte(n) in Nürnberger Straßennamen

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Richard-Wagner-Platz
Johann-Sebastian-Bach-Straße
Max-Reger-Straße
Paumannstraße
Pachelbelstraße
Gluckstraße
Strawinskystraße

Ein Pilotprojekt bringt der Bayerische Rundfunk an diesem Samstagnachmittag über Komponistenstraßen in Nürnberg. Die Anwohner der besprochenen Straßen werden gebeten, ihre Radios in die offenen Fenster zu stellen und auf diese Weise die Straße mit »ihrem« Komponisten zum Klingen zu bringen.


Samstag, 21. Mai 2011 | 18.00 Uhr
St. Lorenz

Ökumenische Vesper

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Franz Liszt (1811-1886)
Stationen aus »Via Crucis«
Johannes Brahms (1833-1897)
»Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz« op. 29, 2  (Psalm 51, 12-14)
Arvo Pärt Magnificat (*1935)
Magnificat (1989)

Manfred Meier-Appel Orgel

Vokalensemble St. Lorenz
Lorenzkantor KMD Matthias Ank, Leitung und Orgel

Predigt: Stadtdekan Hubertus Förster
Liturgie: Stadtdekan Michael Bammessel


Samstag, 21. Mai 2011 | 20.00 Uhr
St. Sebald

Erstes Chorkonzert

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Wolfgang Amadeus Mozart
Ave verum corpus KV 618
Arvo Pärt
Für Lennart in memoriam (2006)
Anton Bruckner
Ave Maria WAB 6
Os justi meditabitur sapientiam WAB 30
Olivier Messiaen
O sacrum convivium (1937)
Gabriel Fauré
Requiem d-Moll op. 48 (1888)

Simone Nold, Sopran
Konrad Jarnot, Bariton
Max Hanft, Orgel
Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Kammerorchester
Peter Dijkstra, Leitung

Mit freundlicher Unterstützung durch die Sparkasse Nürnberg

Aufzeichnung durch den Bayrischen Rundfunk - Studio Franken

Gabriel Fauré war schon im Alter von neun Jahren an die Ecole de musique religieuse et classique in Paris gekommen. Dort wurde Camille Saint-Saëns sein Klavierlehrer. Etwa 60 Jahre lang übte Fauré eine Organistentätigkeit an verschiedenen Kirchen aus. 1896 übernahm er die Nachfolge von César Franck als Kompositionslehrer am Pariser Conservatoire, an dem Maurice Ravel sein berühmtester Schüler wurde. Dem »Streben nach Klarheit des Denkens, Nüchternheit und Reinheit der Form« galt sein künstlerisches Credo. Faurés bedeutendstes Werk ist sein Requiem op. 48. Da der Tod für ihn keine »schmerzhafte Erfahrung«, sondern »selige Erlösung« bedeutete, wurde sein Requiem im Gegensatz zu den Totenmessen von Berlioz oder Verdi ein »Wiegenlied des Todes« genannt. So ist es auch nur folgerichtig, dass bei ihm der »Tag des Gerichts«, der »Dies Irae«, entfällt.


Sonntag, 22. Mai 2011 | 11.30 Uhr
Frauenkirche

Katholischer Festgottesdienst

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Ordinarium:
Franz Liszt (1811-1886 )
Missa Choralis
für gemischten Chor und Orgel (1865)
Kyrie
Gloria
Credo
Sanctus – Benedictus
Agnus Dei

Proprium:
Zum Einzug:
Franz Liszt
Marsch der Kreuzritter aus: »Die Legende von der heiligen Elisabeth«

Nach der Lesung:
Salomon Jadassohn (1831-1902)
»Ich hebe meine Augen auf«, Psalm 121 für Chor und Orgel

Zur Gabenbereitung:
Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)
»Jubilate Deo, universa terra«  für fünfstimmigen Chor

Zur Kommunion:
Gaston Litaize (1909-1991)
»Adoro te devote« für vierstimmigen gemischten Chor und Orgel

Zum Auszug:
Alexandre Guilmant (1837-1911)
Finale  aus: Sonate (Symphonie) Nr. 1 d-Moll op. 42

Norbert Düchtel, Orgel

Palestrina Chor Nürnberg
Rolf Gröschel, Leitung

Zelebrant und Prediger:
Regionaldekan Hubertus Förster


Sonntag, 22. Mai 2011 | 16.00 Uhr
Uhrenhaus auf dem Betriebsgelände Sandreuth der N-ERGIE, Sandreuthstr. 21

Musik für zwei Klaviere

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Johannes Brahms
Sonate f-Moll op. 34 b
Johann Sebastian Bach
Konzert für zwei Klaviere c-Moll BWV 1060 (bearbeitet von Max Reger)
Franz Schubert
Rondo A-Dur D 951
Maurice Ravel
La Valse

Duo d´Accord
Lucia Huang und Sebastian Euler

Die Werke von Brahms dürfe man nicht zählen, man müsse sie wiegen, behauptete der Dirigent Hans von Bülow. Auch die aus dem Klavierquartett op. 34 hervorgegangene Sonate für zwei Klaviere wiegt schwer. »Mir ist nach dem Werk, als habe ich eine große tragische Geschichte gelesen ... Das Werk ist so wundervoll großartig gestaltet, durchwegs interessant in seinen geistvollen Kombinationen.« So schrieb Clara Schumann an Johannes Brahms, nachdem sie dessen Sonate op. 34 b zusammen mit dem Petersburger Pianisten Anton Rubinstein gespielt hatte. Es ist eine Art instrumentales Requiem für den einige Jahre vorher verstorbenen Freund und Kollegen Robert Schumann.

Stimmen Sie sich im »Uhrenhaus« auf unser Sonntagnachmittag-Konzert ein: Um 15.00 Uhr laden wir Sie dort zu einer Tasse Tee oder Kaffee und einem Stück Kuchen herzlich ein. Dazu startet um 14.45 Uhr ein Bus vom Nelson-Mandela-Platz/ Hauptbahnhof Südausgang, der Sie in die Sandreuthstraße bringt und nach dem Konzert wieder zurück zum Nelson-Mandela-Platz fährt. Bitte melden Sie sich für diesen Bustransfer beim telefonischen Kartenservice der ION unter 01801/ 21 444 88 an.


Sonntag, 22. Mai 2011 | 16.00 Uhr & 20.00 Uhr
Aufseßsaal im Germanischen Nationalmuseum

Tanzende Derwische

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Contemporary Lovers of Mevlana
Scheich Hasan Cikar Dede, Einführung und Leitung

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – Studio Franken

Die Männer begannen zu musizieren und zu singen, und dann entwickelte sich der mystische Reigen (sema): das dreimalige langsame Schreiten und die Begrüßung des Scheichs, dann, mit dem zunehmend schnelleren Rhythmus der Instrumente, das Drehen, die rechte Hand gen Himmel geöffnet, die linke erdwärts weisend, um die Gnade zu empfangen und zur Erde zu leiten. Die Derwische, die aus Ankara, Konya, Afyon und anderen Städten gekommen waren, hatten seit fast dreißig Jahren die Zeremonie nicht mehr gemeinsam halten können. Es war eine überwältigende Erfahrung, sie zu sehen, wie sie in dem Reigen wieder zu den Wurzeln ihrer religiösen Tradition zurückgingen, sich der Musik, dem sehnsüchtigen Klang der Rohrflöte, den Stimmen, die Maulanas Verse sangen, hingaben.
Die Orientalistin Annemarie Schimmel über einen Reigen der tanzenden Derwische 1954 in Konya

Wer die Kraft des Reigens kennt, lebt in Gott.
Friedrich Rückert


Montag, 23. Mai 2011 | 12.15 Uhr
Frauenkirche

Erstes Orgel-Mittagskonzert

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Werke von
Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Gabriel Fauré und César Franck

Louis Robilliard
Orgel

Mit freundlicher Unterstützung durch die DATEV

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – Studio Franken

Louis Robilliard, Professor am Conservatoire in Lyon und Titularorganist an der berühmten Cavaillé-Coll-Orgel von Saint François in Sales, ist als Interpret, Lehrer und Orgelsachverständiger in aller Welt gefragt; zur ION 2011 kommt er als Mitglied der Jury des Orgelwettbewerbs. Das Programm seines Mittagskonzerts verbindet Bach und Brahms mit Musik der französischen Romantik.


Montag, 23. Mai 2011 | 20.00 Uhr
St. Sebald

Festliches Orgelkonzert

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Johann Sebastian Bach
Concerto d-Moll nach Vivaldi BWV 596
Präludium und Fuge G-Dur BWV 541
Franz Liszt
Variationen über ein Motiv aus der Kantate »Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen« von Johann Sebastian Bach
Johann Sebastian Bach/ Franz Liszt
Einleitung und Fuge aus der Kantate »Ich hatte viel Bekümmernis« BWV 21
Max Reger
Choralfantasie über »Freu dich sehr, o meine Seele« op. 30

Christoph Bossert
Orgel

Mit freundlicher Unterstützung durch das Augustinum Roth

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – Studio Franken

Der Bayerische Rundfunk sendet den Mitschnitt dieses Konzerts am 10. Juli 2011 um 18:05 Uhr in seinem Programm BR Klassik.

Zum 200. Geburtstag von Franz Liszt setzt Christoph Bossert – Vorsitzender der Jury des Orgelwettbewerbs der ION 2011 – zwei Bachbearbeitungen des Komponisten ins Zentrum seines Programms: Die Variationen über »Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen« BWV 12 und Einleitung und Fuge aus der Kantate »Ich hatte viel Bekümmernis« BWV 21. Umrahmt wird das virtuose Programm von Bachs eigener Transkription des d-Moll-Violinkonzerts von Antonio Vivaldi und Regers Choralfantasie »Freu dich sehr, o meine Seele« op. 30.

Christoph Bossert studierte Orgel, Cembalo, Komposition und Musikwissenschaft und war
1. Preisträger des ION-Orgelwettbewerbs 1979; zahlreiche weitere Preise, Auszeichnungen und Stipendien folgten. Derzeit leitet er die Orgel- und Kirchenmusikabteilung an der Musikhochschule Würzburg und ist als Komponist und Organist, Musikwissenschaftler und Juror in aller Welt gefragt.


Dienstag, 24. Mai 2011 | 12.15 Uhr
Frauenkirche

Zweites Orgel-Mittagskonzert

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Werke von Johann Sebastian Bach und Olivier Messiaen, Improvisationen von David Franke

David Franke 
Orgel

Mit freundlicher Unterstützung durch die DATEV

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – Studio Franken

Nach seinem gefeierten ION-Debut 2010 ist der junge David Franke in diesem Jahr wieder im Rahmen des ION-Schulprojekts sowie mit einer originellen und individuellen Programmkombination im Mittagskonzert zu Gast. Als Organist an der historischen Hildebrandt-Orgel von St. Wenzel in Naumburg ist er bestens mit der Musik Bachs vertraut, als vielfacher Preisträger internationaler Improvisationswettbewerbe – darunter die beiden bedeutendsten in Haarlem und Chartres – eines der wohl größten Improvisationstalente unserer Tage: Sein Konzert verspricht eine Mittagsmusik der ganz besonderen Art zu werden!


Dienstag, 24. Mai 2011 | 20.00 Uhr
St. Nikolaus und St. Ulrich, Nürnberg-Mögeldorf

Musik der Dürerzeit

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Kompositionen von Caspar Othmayr, Joanambrosio Dalza, Ludwig Senfl, Hans Newsidler, Diego Ortiz, Hans Judenkunig und Heinrich Isaac

Monica Mauch, Sopran
Hamburger Ratsmusik
Simone Eckert, Leitung

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – Studio Franken

Der Bayerische Rundfunk sendet den Mitschnitt dieses Konzerts am 14. Juli 2011 um 20:03 Uhr in seinem Programm BR Klassik.

Vor 500 Jahren erschien die Ausgabe der drei Holzschnittbücher »Apokalypse«, »Große Passion« und »Marienleben« von Albrecht Dürer. Das ist der Anlass, sich einmal mit Dürers komponierenden Zeitgenossen auseinanderzusetzen und ihre Werke zum Klingen zu bringen.


Mittwoch, 25. Mai 2011 | 12.15 Uhr
Frauenkirche

Drittes Orgel-Mittagskonzert

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Werke von Johann Sebastian Bach, Robert Schumann, Franz Liszt und Olivier Messiaen

László Fassang
Orgel

Mit freundlicher Unterstützung durch die DATEV

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – Studio Franken

In seiner Heimat Budapest und in Paris ausgebildet, war László Fassang zwischen 1998 und 2006 Preisträger einiger der renommiertesten Orgelwettbewerbe, darunter Paris, Chartres und Calgary. Nach seinem ION-Debut 2006 kehrt er nun als Mitglied der ION-Wettbewerbsjury nach Nürnberg zurück. Zum deutschen Repertoire reflektiert er im Programm seines Mittagskonzerts mit Liszt und Messiaen seine beiden musikalischen Heimaten.


Mittwoch, 25. Mai 2011 | 20.00 Uhr
St. Martha

Kontraste im Zeichen des Kreuzes

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Galina Ustwolskaja
Trio für Klarinette, Violine und Klavier
6. Sonate für Klavier
4. Symphonie für Singstimme, Tam-Tam, Trompete und Klavier

dazwischen Gedichte von R. S. Thomas
in der deutschen Übertragung von Kevin Perryman 

Rebecca Martin, Mezzosopran
Ensemble Zeitsprung
Markus Elsner, Leitung

Kevin Perryman, Lesung

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – Studio Franken

Zwei große künstlerische Außenseiter werden in St. Martha einander gegenüber gestellt: Der britische Dichter R(onald) S(tuart) Thomas und die russische Komponistin Galina Ustwolskaja, die eigenwilligste und begabteste Schülerin von Dmitri Schostakowitsch. Der Lyriker, Übersetzer und Verleger Kevin Perryman, Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München, stellt die herben Gedichte des walisischen Autors vor. Das Ensemble Zeitsprung unter Markus Elsner wird Ustwolskajas radikale Kompositionen zum Klingen bringen. »Meine Musik lässt sich einfach nicht verstehen«, schrieb Ustwolskaja einmal. Wir versuchen, diese Behauptung zu widerlegen.


20.-25. Mai 2011 & 20.-21. Mai 2011 | ganztägig
St. Martin

Internationaler Orgel-Interpretationswettbewerb 2011

1. Runde

Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt und
Jehan Alain


Dienstag, 24. Mai 2011 | vormittags & nachmittags
St. Martin & St. Gumbertus, Ansbach

2. Runde

vormittags: Werke von Franz Liszt und Jehan Alain

nachmittags: Musik des Vor- und Frühbarock, von Johann Sebastian Bach sowie ein Werk komponiert nach 1945


Mittwoch, 25. Mai 2011 | 19.00 Uhr
St. Sebald

3. Runde/ Finale

Werke von Franz Liszt, Julius Reubke, Jehan Alain und Max Reger

Alle Wertungsrunden des Wettbewerbs sind öffentlich.


Donnerstag, 26. Mai 2011 | 12.15 Uhr
Frauenkirche

Viertes Orgel-Mittagskonzert

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Werke von Johann Sebastian Bach, ArneMellnäs, Carlo Gesualdo di Venosa und
Olivier Messiaen

Hans-Ola Ericsson
Orgel

Mit freundlicher Unterstützung durch die DATEV

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk -  Studio Franken

Nach Studien unter anderem bei Luigi Nono und Olivier Messiaen ist der Schwede Hans-Ola Ericsson seit 1989 als Professor in Piteå, Luleå und Bremen tätig. Internationalen Ruf hat er sich insbesondere durch sein Engagement für die zeitgenössische Orgelmusik erworben. 2000 wurde er zum Mitglied der Königlichen Musikalischen Akademie in Stockholm berufen. Bei der ION war er zuletzt 2002 zu Gast.


Donnerstag, 26. Mai 2011 | 20.00 Uhr
St. Sebald

Konzert der Preisträger

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des Orgel-Interpretationswettbewerbs der 60. Internationalen Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra um den »Johann-Pachelbel-Preis« der Familie von Tucher

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – Studio Franken

Seit mehr als 40 Jahren ist ein Orgelwettbewerb fester Bestandteil im Programm der ION, und fast alle namhaften Organisten der jüngeren und mittleren Generation waren Preisträger dieses Wettbewerbs. Auch 2011 werden nach einer Vorauswahl wieder 16 junge Musiker aus aller Welt zum Wettbewerb nach Nürnberg kommen – drei von ihnen erreichen das Finale und präsentieren in diesem Konzert Ausschnitte aus dem Pflicht- und Wahlpflichtprogramm aller drei Runden.


Freitag, 27. Mai 2011 | 12.15 Uhr
Frauenkirche

Fünftes Orgel-Mittagskonzert

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Werke von Charles Tournemire, César Franck,Louis Vierne und Olivier Messiaen

Jon Gillock
Orgel

Mit freundlicher Unterstützung durch die DATEV

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – Studio Franken

Als letzter der Juroren des Orgelwettbewerbs stellt sich Jon Gillock mit einem rein französischen Programm vor. Ausgebildet unter anderem an der New Yorker Juilliard School und bei Olivier Messiaen in Paris, lebt der Amerikaner seit vielen Jahren in Frankreich, von wo aus er für Konzerte, Meisterkurse und als Wettbewerbsjuror durch ganz Europa, nach Asien und Amerika reist.


Freitag, 27. Mai 2011 | 16.00 Uhr
St. Lorenz

Orgelpunkt

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Lorenzer Organisten spielen die Lorenzer Orgeln. In dieser halbstündigen Veranstaltung erklingen Orgelwerke von der Renaissance bis zur Moderne. Dabei wird die klangliche Vielfalt und Farbigkeit der Instrumente deutlich. Der fünfmanualige Zentralspieltisch im Kirchenschiff ist für die Besucher gut einsehbar. Fragen zu den Orgeln oder zur gespielten Literatur sind im Anschluss möglich und werden gerne beantwortet.


Freitag, 27. Mai 2011 | 20.00 Uhr
St. Sebald

Zweites Chorkonzert

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Romantische Chormusik von
Felix Mendelssohn Bartholdy, Max Reger, Anton Bruckner und anderen 

Denis Patković, Akkordeon
Windsbacher Knabenchor
Karl-Friedrich Beringer, Leitung

Mit freundlicher Unterstützung durch die N-ERGIE

Die 60-jährige Geschichte der ION ist eng mit der des Windsbacher Knabenchors verbunden: Seit der 3. ION 1954 sind die Windsbacher immer wieder und gerne gehörter Gast bei der ION, zuletzt anlässlich ihres eigenen 60. Geburtstags im Jahr 2006. Mit einem traditionellen a cappella-Konzert verabschiedet sich Karl-Friedrich Beringer, der den Chor seit 1977 leitet, in St. Sebald von seinem ION-Publikum. Sein ION-Debut gibt an diesem Abend der junge Akkordeonvirtuose Denis Patković.

Hörprobe »


Freitag, 27. Mai 2011 | 22.00 Uhr
Sebalder Platz/ bei schlechtem Wetter in der Kirche

Open-Air-Kino

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mit live improvisierter Orgelmusik

Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Stummfilm (1920) nach Robert I. Stevenson von John S. Robertson mit John Barrymore

David Briggs
improvisiert live an der Orgel von St. Sebald

Mit freundlicher Unterstützung durch die N-ERGIE

Seit dem ersten Stummfilmabend mit live improvisierter Orgelmusik 2004 auf dem Sebalder Platz hat sich diese ION-Veranstaltung fast schon Kultstatus erworben. Nach einer Pause im letzten Jahr kehrt 2011 David Briggs wieder zurück an den Spieltisch der Peter-Orgel in St. Sebald und kommentiert auf seine unvergleichlich kunstvolle Weise den englischen Stummfilm-Klassiker
»Dr. Jekyll and Mr. Hyde« aus dem Jahr 1920 mit dem großartigen John Barrymore in der doppelten Hauptrolle.


Samstag, 28. Mai 2011 | 19.00 – 24.00 Uhr
St. Egidien und St. Lorenz

»Blaue Nacht«

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»A-Dur ist blau!« Diese Ansicht vertrat der französische Komponist Olivier Messiaen immer wieder in seinen Vorlesungen am Pariser Conservatoire. Dieses blaue A-Dur geistert denn auch durch sein gesamtes OEuvre, wenn es darum geht, die Allmacht Gottes zu preisen. Und »Blau ist die Farbe Gottes«, war sich auch Marc Chagall sicher, für den Gott als Person nicht darstellbar war – außer im tiefen Blau des Hintergrunds seiner Kirchenfenster.

Als meditatives Programm zur Nürnberger »Blauen Nacht« wird in St. Egidien Klaviermusik in der blauen Tonart von Bach über Mozart und Beethoven bis Schostakowitsch und Gershwin zu hören sein, im Wechsel mit Vokalmusik der Renaissance. Das Programm ergänzen »Blaue Gedichte« aus drei Jahrhunderten, für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgt der Berliner Designer, Installations- und Lichtkünstler Fred Pommerehn

Als Beiträge der ION im Rahmen des Lorenzer Programms zur »Blauen Nacht« erklingen in
St. Lorenz die Uraufführungen der Kompositionen »Das blaue Land (der Fernen fernste) – in memoriam Franz Marc« für Orgel von Christoph Garbe und »Die blaue Kathedrale – konzentrische Gebete« für Violoncello und Orgel von Martin Torp.

Julian Riem, Klavier
Schola Cantorum Nürnberg
Pia Praetorius, Leitung
Elisabet Woska, Lesung
Fred Pommerehn, Licht
Elgin Heuerding, Moderation

Cornelius Bönsch, Violoncello
KMD Matthias Ank, Orgel


Sonntag, 29. Mai 2011 | 10.00 Uhr
St. Sebald

Evangelischer Festgottesdienst

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Hört mich einer? – Was tun wir eigentlich, wenn wir beten?

David, ein Vater der Dichter, maß die Entfernung zu Gott aus, und baute der Psalmen Nachtherbergen für die Wegwunden.
Nelly Sachs

Kirchenmusik St. Sebald
KMD Bernhard Buttmann

Predigt: Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche
Liturgie: Pfarrer Gerhard Schorr


Sonntag, 29. Mai 2011 | 17.00 Uhr
St. Klara

Traditionelle japanische Musik für Shakuhachi und Sho

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Tadashi Tajima, Shakuhachi
Naoyuki Manabe, Sho

In Zusammenarbeit mit dem
Japanischen Kulturinstitut Köln

Am 24. Januar 1861 unterzeichneten das damalige Preußen und das Kaiserreich Japan in Edo, dem heutigen Tokyo, einen Freundschafts- und Handelsvertrag, mit dem der offizielle Austausch zwischen Japan und Deutschland seinen Anfang nahm. Im Rahmen der vielfältigen Veranstaltungen im Gedenkjahr erklingt im stimmungsvollen Ambiente von St. Klara traditionelle japanische Musik für die Bambusflöte Shakuhachi und die Mundorgel Sho – kontemplative Klänge, entstanden aus der Meditationspraxis des Zen-Buddhismus.


Sonntag, 29. Mai 2011 | 20.00 Uhr
St. Egidien

Abschlusskonzert

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Arabische Passion nach Johann Sebastian Bach

Ensemble Sarband
Modern String Quartet
Vladimir Ivanoff, Leitung

Um 19.00 Uhr in St. Egidien: Dr. Ursula Adamski-Störmer im Gespräch mit Dr. Vladimir Ivanoff

Live-Übertragung im Rahmen der UER weltweit durch den Bayerischen Rundfunk – Studio Franken

Klassische arabische Musiker, zwei Jazzsaxophonisten und das Modern String Quartet fassen die Passionsmusiken von Bach neu. Westliche und nahöstliche Musiker finden einander in der Musik Bachs. In einer Welt, die von politischen, kulturellen und religiösen Gegensätzen und Auseinandersetzungen geprägt ist, schafft diese musikalische Zusammenarbeit einen intensiven und kontemplativen Raum für gegenseitigen Respekt und Frieden.

Vladimir Ivanoffs Stärke ist, Kulturkreise zu verbinden, musikalische Brücken zwischen Abend- und Morgenland zu schlagen. Mit der „Arabischen Passion" ist ihm das in hervorragender Weise gelungen. Da verschmolzen Herz, Intellekt, Mimik und Kommunikation mit den anderen Künstlern zu intensivem Ganzen... Eine Karfreitags-Musik, wie man sie sich schöner nicht hätte vorstellen können.
Franz Szabo, Salzburger Nachrichten, April 2006