re:format:ion - 66. Internationale Orgelwoche Nürnberg 30. Juni bis 09. Juli 2017

66. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra

30. JUNI – 9. JULI 2017

Eröffnung »Lema Sabachtani«

Das Urteil, Bernd Zimmer
Bernd ZimmerSiegfried Mauser, KlavierThomas E. Bauer, BaritonKomponist Franz Liszt

22. Juni 2012 | 19.00 Uhr | St. Egidien

Eröffnung der Ausstellung »Lema Sabachtani«
14 Stationen des Kreuzwegs von Bernd Zimmer

Franz Liszt
»Via Crucis«

Thomas E. Bauer, Bariton
Siegfried Mauser, Klavier

Diese Ausstellung mit 14 Farbholzschnitten auf Buchbinderleinen von Bernd Zimmer ist als Kontrast zu den im Germanischen Nationalmuseum gezeigten Frühwerken von Albrecht Dürer gedacht.


Veranstaltungsdetails

Eintritt: frei

Seit 35 Jahren stellt Bernd Zimmer (*1948) seine Arbeiten im nationalen und internationalen Kunstgeschehen in Museen, Kunstvereinen und Galerien aus. Seine ersten großen öffentlichen Erfolge hatte er in den späten 1970er Jahren im Rahmen der Bewegung der so genannten »Neuen Wilden«. Seither gehört seine künstlerische Karriere zu einer der erfolgreichsten in Deutschland. Seine Bilder sind Bestandteil nahezu aller wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen, sie hängen im Bundeskanzleramt, im Sitzungssaal des Kabinetts sowie in repräsentativen Räumen des Bundesrates.

Dominiert im Gesamtwerk von Bernd Zimmer die Auseinandersetzung mit der Landschaft als künstlerischem Thema, so greift er mit seinem 2006 entstandenen Zyklus »Lema Sabachtani:
14 Stationen des Kreuzwegs« ein Motiv der christlichen Bildtradition auf. Ein Kreuzweg vereint traditionell bildliche oder plastische Darstellungen, die die Leidensgeschichte Jesu thematisieren.

Den musikalischen Rahmen zu den einzelnen Stationen bildet Franz Liszts Zyklus »Via Crucis«,
14 Kreuzwegstationen mit einem vorangestellten Vexilla Regis für Bariton und Klavier aus den Jahren 1878/79. Liszt muss das Werk sehr hoch eingeschätzt haben, denn er hat gleich mehrere Bearbeitungen davon erstellt und für den liturgischen Gebrauch eingerichtet. Er integrierte den Choral »O Haupt voll Blut und Wunden«, das Passionslied »O Traurigkeit, o Herzeleid« und mehrmals die liturgische Melodie des »Stabat Mater«, die er jedes Mal einen Ton höher beginnen lässt, um die Annäherung zu Gott musikalisch anzudeuten. Liszts Zyklus ist in seiner Schlichtheit und Ausgewogenheit ein früher Vorbote der neuen Einfachheit.

Die Ausstellung ist bis zum Ende der 61. ION im Ostchor von St. Egidien zu sehen.